Das Safri Spiel
Das Safri Spiel war der erste Workshop den Danny, Katharina und ich
(Kristen) gewählt haben. Größtenteils waren in diesem Workshop
Deutsche.
Auf dem Tisch lag ein Spielbrett mit einzelnen Figuren. Wir sollten
uns in zweier Gruppen zusammen tun. Jeder hat dann eine verschiedene Karte
bekommen. Wir sollten Ausländer seien und diese Karten waren unsere
Ausweise. Es gab einmal die Grüne Karte. Mit dieser Karte wurde man
vom Staat akzeptiert. Man durfte wohnen wo man wollte, zur Schule gehen
wo man wollte und man durfte Arbeiten. Dann gab es einmal eine Rote und
Orange Karte. Mit diesen Karten wurde man nicht akzeptiert. Wenn man diesen
Ausweis hatte, hatte man so gut wie keine Rechte.
Es wurde gewürfelt und man konnte sich aussuchen auf welches Feld
man gehen wollte. Danach hat der Leiter dieser Gruppe uns in eine typische
Lage der Ausländer in Belgien gebracht. Der Leiter ist zu uns hingekommen
und meinte wir hätten was geklaut. Da dies ja nicht der Fall war widersprachen
wir ihm. Er wollte sofort unseren Ausweis sehen. Wir hatten einen Grünen
Ausweis, das heißt das wir keine Probleme hatten. Hätten wir
einen Roten gehabt wären wir erst mal brutal durchsucht worden und
für eine Nacht ins Gefängnis gekommen.
Der Leiter hat uns während dieses Spiels genauso behandelt wie
einen richtigen Ausländer. Er hat uns angeschrien und durchsucht wie
es in Wirklichkeit auch passiert.
Ich fand dieses Spiel gut und aufschlußreich obwohl ich sagen
muss das es was neues für mich war. Die Ausländer in Deutschland
werden nicht so brutal behandelt wie in Belgien.
Kristen, April 2002
„Eine verspielte Einladung zum friedlichen Miteinander 1“
Der erste Workshop, um ca. 15.00 Uhr, für den Birthe, Janina und
ich (Anna) uns entschieden, hieß „Speelse nitnodiging tot verdraagzaamheid
1 vivès“ und auf deutsch „Eine verspielte Einladung zum friedlichen
Miteinander 1“, gesprochen wurde auf Englisch.
Thema des Workshops war der Zusammenhang zwischen Tieren und Menschen
und wie sich typische Charaktere der Tiere (z.B. eitel wie ein Pfau, genießerisch
wie eine Katze) auf uns Menschen übertragen ließen. Dazu machten
wir zuerst einige Spiele, die dazu dienten, die verschiedenen Typen festzulegen,
beispielsweise liefen wir einige Stationen ab, die jeweils ein Tier darstellten.
Beim Pfau stand ein Spiegel und es wurden Fotos von uns gemacht. Diese
Hinweise ließen auf Eitelkeit schließen und so hatten wir einen
Charakter herausgefunden.
Zudem machten wir noch ein Spiel, das uns beibringen sollte, wie wir
anderen Menschen trotz ihrer charakterlichen Unterschiede vertrauen sollten
und so mit ihnen friedlich zusammenleben könnten. Wir standen alle
im Kreis, vor uns der jeweils andere, den wir an den Schultern festhielten.
Dann mußten wir im Gleichschritt ein wenig im Kreis laufen. Als nächstes
sollten wir Vertrauen in unseren Hintermann fassen und uns vorsichtig auf
dessen Knie setzen. In dieser Position gingen wir ein paar Schritte im
Kreis.
Um ungefähr 15.30 Uhr war der Workshop zuende.
Anna, April 2002